
In Deutschland werden jährlich rund 157.000 Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst (das entspricht einer Quote von fast 30% aller Auszubildenden. In rein schulischen Ausbildungen beträgt die Quote annähernd 60%.
Knapp 50%– also die Hälfte aller Auszubildenden – geben an, sich durch ihre finanzielle Situation belastet zu fühlen.
Viele Jugendliche brechen ihre Ausbildung auch deshalb ab, weil ungelernte Helferjobs kurzfristig deutlich besser bezahlt werden. Die finanzielle Not zwingt sie praktisch dazu, das langfristige Ziel eines Berufsabschlusses für schnelles Geld im Hier und Jetzt aufzugeben.
Der Hauptverdiener in der Familie erkrankt langfristig und das Krankengeld reicht nicht aus, um die anfallenden Kosten in der Oberstufe zu finanzieren.
Schüler*innen/ Auszubildende überwerfen sich mit den Eltern/ Erziehungsberechtig-ten und müssen arbeiten, um sich selbst zu versorgen
Schüler*innen sind volljährig und werden dadurch nicht mehr von gemeinnützigen Stiftungen unterstützt.
Die Erziehungsberech-tigten beziehen keine Leistungen aus SGB II und haben somit keine Unterstützung vom Amt oder aus dem Bildungs-und Teilhabepaket.
(Aufstiegs-) Bafög wird oftmals nur für den Schulunterricht gezahlt und nicht für die Zeit eines aus-bildungsrelevanten Praktikums. Junge Erwachsene müssen die Ausbildung abbrechen, da sie die Zeit ohne Bafög nicht überbrücken können.
